Entscheidungshilfe mit System

Für mein weiterführendes Studium muss ich mich gerade zwischen zwei renomierten Universitäten entscheiden. Seit Tagen tu’ ich mich sehr schwer damit. Ich habe für beide Unis eine Zusage und muss mich jetzt letztlich nur noch bei einer Uni einschreiben.

In beiden Fällen gibt es Punkte, die mich besonders stören und in beiden Fällen gibt es Punkte, die ich als besonderen Vorteil identifiziere. Was tun? Ich habe mir in einer Tabellenkalkulation eine Entscheidungsmatrix erstellt, die ich mit einer Gewichtung versehen habe. Hier ein Beispiel:

Gewichtete Entscheidungsmatrix

Wie funktioniert die Entscheidungsmatrix?

Es existieren möglichst viele Kriterien anhand derer die Entscheidung getroffen werden muss. Diese Kriterien bekommen eine Gewichtung/Bewertung. Anschließend vergebe ich für die einzelnen Alternativen (Uni 1 und Uni 2) Noten für die einzelnen Kriterienerfüllung (grüner und bläulicher Balken). Die Notenvergabe habe ich von 1 bis 6 gestaltet, wobei 1 “sehr schlecht” und 6 “sehr gut” bedeutet. Am Ende sollen mehr Punkte das bessere Ergebnis darstellen.

Beispiel: Der Umfang des Kursangebotes ist mir sehr wichtig. Ich habe diesem Punkt eine Wichtigkeit von 15% gegeben, was bei einer Anzahl von vierzehn Kriterien schon außergewöhnlich viel ist. Uni 1 bekommt in diesem Kriterium die Note 4, Uni 2 bekommt die Note 3 – das heißt, das Kursangebot ist bei der ersten Uni ein bißchen besser als bei der zweiten Uni. Achtung! Nochmal: Es handelt sich nicht um Schulnoten!

Wenn jetzt die Gewichtungen der einzelnen Kriterien mit den Noten für die einzelnen Auswahloptionen multipliziert werden (also bspw. im Feld F9 =PRODUKT(C9;E9)), bekommt man eine relative Note. Summiert man alle relativen Noten für eine Entscheidungsoption auf (also in der Total-Zeile, im Feld F25 =SUMME(F3:F24) ), so wird man die Gesamtnote für diese Option bekommen. Je besser die Note, desto besser die Alternative.

Kurzum: Es ist einigermaßen knapp, aber ich sollte mich für Uni 2 entscheiden, da 3,54 besser ist als 3,33.

Wie kann ich mir eine eigene Entscheidungsmatrix erstellen?

Wichtig ist eine ausreichende Zahl äußerst aussagekräftiger Kriterien. Es soll nicht im Vorfeld schon ausgesiebt werden, daher muss man schauen, dass die Kriterien auf alle Optionen eine Relevanz haben. Weiterhin ist zu beachten, dass alle Kriterien positiv formuliert sind, das heißt, eine gute Uni muss in der Lage sein viele Punkte in einem Kriterium zu bekommen. Negative und positive Kriterienformulierungen dürfen nicht vermischt werden (vergleiche: “Großes Kursangebot” versus “Wenig Kursauswahl”, es ist immer erstere Formulierung zu wählen da viele Punkte in der letzteren Formulierung eine schlechtere Uni gewinnen lassen würden).

Eigentlich war es das dann auch schon. Den Rest macht der Bleistift – oder eben die Tabellenkalkulation. Die Excel-Datei kann man sich hier herunterladen: Entscheidungsmatrix. Einige wertvolle Hinweise habe ich mir von der Seite Zeit zu leben geholt.

Protected: Fünf Dinge, die ich an dir mag

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Protected: Roadtrip durch Kalifornien

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Fünf Dinge, die ich an dir hasse

Neulich auf einer der ewigen Busfahrten durch die Stadt, haben wir uns überlegt, was wir am Alltag in den Vereinigten Staaten, nicht unbedingt (aber auch), speziell in San Francisco besonders mögen und aber auch nicht mögen. Zunächst hatten wir Schwierigkeiten bedeutende Dinge zu finden, aber nach und nach sind wir durch Gegenüberstellungen gut auf einen Haufen Sachen gekommen, die wir am Alltag in Berlin grundsätzlich besser oder schlechter finden. Wir teilen mit euch heute: Fünf Dinge, die ich an dir hasse.

5. Einkaufen

Es ist das, was jeder Amerikabesucher einem zuhause erzählt: Die Supermärkte sind riesig und es gibt mehr Sorten von rosa Marhmallow-Cornflakes als in Deutschland Pflegeprodukte für Frauenhaut. Naja, also hier in unserer Gegend, gibt es auch “normal große” Supermärkte. Auffällig ist jedoch, dass die Portionen und Packungen wirklich deutlich größer sind, und dass Lebensmittel, die qualitativ tendenziell hochwertiger sind, sich gleich deutlich im Preis abheben. Ja, es stimmt, dass Bierflaschen hier im Schnitt 1 Liter haben, und man sonst direkt ein 12er Pack Coladosen mitnimmt. Ein “Fäßchen Margarine” hat auch zwei Kilo. Wer kleine Mengen kauft, zahlt automatisch unglaiblich viel drauf. Wir haben unseren Berliner Einkaufsrhythmus hier aufrechterhalten und sind alle 3-4 Tage für etwa 30 Dollar einkaufen, was ein Witz ist gegen die Muttis um uns rum, die zwei(!) volle(!!) Einkaufswagen (einen vor sich her schiebend, einen hinter sich ziehend) durch die Kasse zirkeln. Gut, uns fehlt das große Auto und der Nachwuchs, der die Lebensmittel verzehrt – aber Dosenfleisch kauft man nunmal im Zehnerpack mit 70% Nachlass. Qualitativ hochwertige Produkte sind deutlich teurer, gerade bei Milchprodukten fällt uns das immer auf: Echte Butter kostet pro Pfund mindestens 5 Dollar – nix mit 1 EUR, wie in Deutschland. Was ungesünder ist, ist tendeziell eher billiger – wer gut essen will, zahlt drauf. Obst und Gemüse sind in Kalifornien gut zu haben, an den Straßenecken bei den Mexikanern ist alles aber sehr billig, aber wohl eher nicht nachhaltig erzeugt.

Insgesamt kann man aber alles einkaufen. Es gibt nichts, was es nicht gibt. Um uns herum sind drei “große” Supermärkte: Einer nur-bio/vegetarisch (sehr teuer), einer gut sortiert und voll ausgestattet (wie “Kaisers”) und einer für die … ähem … breiten Massen.

Interessant sind noch die Trinkgewohnheiten: Quasi keine Säfte, nur in ausgewählten Läden. Alles andere “fruchtige” sind Limonaden, die es in tausend Sorten, mit und ohne Zucker in großen und übergroßen Flaschen gibt. Wasser gibt es hier fast ausschließlich “still”, es gibt nur ganz wenige Sorten, die mit Kohlensäure versetzt sind. Bier gibt es zu deutschen Preisen und reichlich und aus allen Herren Ländern, nicht wie in Deutschland aus einem vergleichsweise “aufgeräumten” Sortiment. Das ist natürlich nicht unbedingt schlecht. Schlecht ist, dass ich Bier in einer Tüte mit nach Hause schleppen muss, eh ich es austrinken darf.

Obwohl San Francisco verhältnismäßig fortschrittlich ist, merkt man bei diesem Einkaufsgewimmel aber doch immer wieder: Wer viel einkaufen kann, produziert auch viel Müll. Zwar versuchen viele große Ketten Plastiktüten zu vermeiden (was auch ganz gut klappt), jedoch ist der Verpackungswahn auch in den USA allgegenwärtig. Das Recyclingsystem hier funktioniert ganz anders – ist aber in San Francisco recht gut ausgeprägt.

4. No Cash – Du bist nichts ohne Kreditkarte

Im Ernst Leute: Fahrt nicht ohne eine Kreditkarte in die Staaten. Die Kreditkarte ist hier alles. Man kauft mit ihr ein, weist sich mit ihr aus, holt mit ihr die Kinotickets ab und mietet sich damit ein Auto. Bei vielen Gelegenheiten wird gar kein Bargeld mehr akzeptiert, insbesondere bei Onlinetransaktionen ist mit Nachname oder auf Rechnung gar nichts möglich. Das liegt wohl auch daran, dass das übliche Girokontosystem wie in Deutschland hier gar nicht existiert. Es scheint nur Sparkonten zu geben – und eben Guthaben auf Kreditkarten.

Man merkt deutlich, dass Plastikgeld im Vergleich zu den grünen Scheinen deutlich lieber gesehen wird. Man kann auch seine Packung Kaugummi mit seiner Visa Karte bezahlen, wenn man will. Grundsätzlich muss man hier immer eine Gebühr zahlen, wenn man am Geldautomaten Cash abholen will. Nur die Kunden der Bank, zu dem der Geldautomat gehört, zahlen (manchmal) nichts drauf. Auch wir Deutschen müssen mit unseren Deutschen Kreditkarten stets so 2 bis 3 Dollar zahlen, wenn wir Geld abheben wollen. Zum Glück unabhängig vom Betrag.

Tja… Kreditkarten. Ich persönlich glaube ja, dass man mit dem Plastikgeld den Bezug zum wirklichen Geld verliert. Ich glaube, man vergisst, dass man das Geld, was man ausgeben möchte besser, vorher auch verdient haben sollte. Meine Theorie wird gestützt durch die dramatischen Nachrichten vom amerikanischen Staatshaushalt. Hihi!

3. Was muss ich denn jetzt eigentlich zahlen?

Preise im Supermarkt oder im Restaurant sind grundsätzlich ohne Steuern angegeben. Vorher ausrechnen was der Abendbroteinkauf kostet und Kleingeld abzählen is’ nich…

Auf verschiedene Produkte kommen unterschiedliche Steuersätze oben drauf, im wesentlichen so wie in Deutschland, nur dass wir es gewohnt sind, den Gesamtpreis angezeigt zu bekommen. In Restaurants (und in allen sonstigen Einrichtungen, wo man explizit “bedient” wird) kommt auch noch ein ordentliches Trinkgeld oben drauf. Das Trinkgeld in Restaurants sollte allermindestens 10% der Rechnung betragen. Zusammen mit den Steuern macht das Trinkgeld dann häufig aus einem eher teuren Restaurant ein sehr teures. Trinkgeld in diesen Höhen sind wir Deutschen nicht gewohnt, weswegen man zwei Möglichkeiten hat: 1. Sich nicht lumpen lassen und die Kohle raushauen, 2. Knausern und sofort als Tourist erkannt werden. Ich bin davon überzeugt, dass Amerikaner das sofort mit einrechnen – für die ist das selbstverständlich. Wenn man in der Kneipe ein Bier bestellt, zahlt man übrigens den normalen Bierpreis und legt dem Barkeeper automatisch einen Dollar (pro gekauftem Bier) auf den Tresen.

Trotzdem gibt es viele kleine Läden, in denen man den Preis bezahlt, der am (selten vorhandenen) Preisschild prangt. Ich hab noch nicht rausgefunden woran man erkennt, dass die Tax included oder eben nicht included ist.

2. Wie viele Zoll sind eigentlich ein Fuß?

Dies ist ein gesamtamerikanisches Problem: Die ganze Welt hat die Vorteile von metrischen Einheitensystemen erkannt, doch die Amerikaner halten am alten Imperialen Einheitensystem fest. Hendrik ist hier nicht 1,81m, sondern (in etwa) 5 Fuß und 11,3 Zoll, groß. Auch wenn es für Mitteleuropäer nicht so aussieht: Damit habe ich ganz knapp die 6 Fuß verpasst, denn um die Ausgangsfrage zu beantworten: 1 Fuß hat zwölf Zoll. Mit Metern können sie hier wirklich nichts anfangen.

Genauso düster sieht es in anderen Bereichen aus. Größere Gewichte werden grundsätzlich in lb (was “Pfund” bedeutet) angegeben, ein Pfund sind etwa 454 Gramm, umrechnen klappt also einigermaßen. Schwieriger wird’s bei kleinteiligen Angaben: Kleine Gewichte werden immer in Oz, Unzen, angegeben. Eine Unze hat irgendwie um die 28 Gramm. Daher hat ein Pfund genau 16 Unzen. Logisch, oder? Total alltagstauglich. Volumen werden übrigens nicht in Litern, sondern in “Fl Oz”, flüssigen Unzen, angegeben.

Ich kann endlos so weitermachen: Man bezahlt quasi nur mit Banknoten, Münzen haben hier keinen aufgedruckten Wert, sondern nur Namen (“Quarter”, “Nickel”, “Dime”, …) – der Wert steht auch nicht drauf, man muss wissen, dass der Dime zehn mal mehr wert ist als der Penny (= 1 Cent), obwohl die Münze deutlich kleiner ist.

Und hier die Krönung: Temperaturen. Man erwartet Wüstenklima, wenn man liest, dass in San Francisco gerade 69° sind. Gemeint sind aber Grad Fahrenheit, diese steinzeitlichen Temperaturskala, die neben den USA auch noch von den Weltmächten Jamaika und Belize verwendet wird. Um sich zu orientieren reicht es völlig aus zu wissen, dass Wasser bei 212°F kocht und bei 32°F gefriert, dazwischen liegen 180 Abstufungen. Wenn man 100°F Körpertemperatur hat, muss man zum Arzt, bei 69°F Außentemperatur nimmt man lieber einen Pullover mit. Okay, wem das alles zu viel war, mit der einfachen Formel C = (F − 32) × 5⁄9 rückt man alles wieder ins gewohnte Maß.

1. Der öffentliche Nahverkehr in San Francisco

Die Stadt San Francisco hat nicht mal annähernd eine Million Einwohner und doch braucht man gefühlte Ewigkeiten um von einem Ende der Innenstadt(!) zum anderen zu kommen. Um Fünf Meilen (etwa 7,5km) Luftlinie zu überwinden sollte man, je nach Verbindung, schon mindestens eine Stunde einplanen. Woran liegt das? Es gibt quasi keine schnellen Verkehrmittel hier. Die gesamte Innestadt ist mit einem sehr dichten Netz aus Buslinien durchzogen. Diese Busse kommen im Stadtzentrum auch sehr häufig, allerdings selten nach Fahrplan. Ich habe eine App im Handy, die mir die grundsätzlich schnellste Verbindung von A nach B mit den Öffis anzeigt, Problem ist nur: Die Busse halten sich nicht an die Fahrpläne. Ist man auf Anschluss angewiesen, kann man sich so gut wie sicher sein, dass man sich beim zweiten oder dritten Umsteigepunkt auf längere Wartezeiten einrichten muss (oder halt läuft um eine andere Verbindung zu wählen). Die USA sind bekannt dafür, dass quasi alles auf Straßenverkehr ausgelegt ist. So auch hier: Die Innenstadt, die Highways und die Ausfallstraßen sind zu den Stoßzeiten eher Parkplätze als Fahrbahnen. In diesem Verkehr bleiben natürlich auch alle Busse stecken, was zur Konsequenz hat, dass eben kein Fahrplan eingehalten werden kann. Busse fallen häufig aus oder fahren abstruse Umwege oder verkürzte Linien. Hinzu kommt eben die Tatsache, dass das Straßennetz hier in der Stadt schachbrettartig angelegt ist, da die Stadt aber aus tausend Hügeln besteht, und man an jeder Kreuzung anhalten muss, ist alles umso langsamer. Weiterer Nachteil von quadratischen Straßennetzen: Man kann nicht “mittendurch” fahren, sondern fährt einmal in Nordsüdrichtung und steigt dann in Ostwestrichtung um – oder umgekehrt – je nachdem welche Verbindung gerade günstiger erscheint.

Dafür kommt man wenigstens immer weg. Busse halten alle 20 Sekunden an der nächsten Kreuzung. Ein S-Bahnsystem wie bei uns kennt man hier gar nicht. Es gibt ein paar Zug-artige Verkehrslinien, die auch deutlich aus der Stadt heraus führen. Mit denen macht man zwar Strecke gut, aber eben nur aus der Stadt heraus. Innerhalb von San Francisco gibt es nur die BART, die 6 Stationen innerhalb der Innenstadt unterirdisch erschließt, sie führt auch in die Nachbarstädte. Sie kommt einer U-Bahnlinie schon am nächsten. Allerdings liegen vier Stationen der BART im Stadtgebiet direkt auf der zentralen Straße hier, der Market Street. Man kommt also schnell nach Downtown, aber das war’s auch. Idiotischerweise teilt sich die BART diese vier Innestadt-Stationen mit einer unterirdischen Straßenbahn, der Muni-Metro. Davon gibt es ungefähr eine handvoll Linien. Sie befahren außerhalb des Stadtkerns (oberirdisch) einige wichtige Straßen und haben häufig Wegerecht und stecken daher nicht so oft im Stau. Trotzdem halten sie auch an jeder Straßenecke, weswegen man doch nur wenig schneller vorwärts kommt.

Als letzten Punkt möchte ich noch die “historischen” Transportmittel benennen, die hauptsächlich in Downtown unterwegs sind. Jeder kennt die Cable Cars (Quasi-Straßenbahnen, die von Seilen in der Straße auf Schienen gezogen werden); “historic street cars”, also historische (normale) Straßenbahnen sind auch unterwegs. Allerdings sind diese Gefährte immer vollkommen überfüllt und durch ein- und aussteigende Touristen in ihrem Fortkommen stark behindert. Mir tun die Einheimischen leid, die wirklich auf diese Linien angewiesen sind, denn: Wo ein Historic Street Car fährt, gibt es keine Buslinien.

Aus irgendeinem Grund rühmen sich die San Franciscans damit eins der besten Nahrverkehrssysteme Nordamerikas zu haben, was mich in große Angst versetzt, wenn ich an unseren nächstwöchentlichen Aufenthalt in Los Angeles denke. Leute, kommt mal nach Berlin.

Kurzum lässt sich eben sagen: Im Grunde kommt es häufig vor, dass man mit Laufen genau so schnell ist, wie mit den öffentlichen Verkehrsmitteln (abgesehen von der BART), nur dass man sich das Laufen eben lieber spart, weil es in der Stadt ja immer wieder sehr sehr steile Hügel gibt. Also lieber in einen überfüllten Bus einsteigen und Fensterplatz suchen.

Weiter geht’s demnächst mit den Fünf Dingen, die wir an San Francisco mögen. :)

Protected: everything is awesome! :)

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Protected: Bildersammlung

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Protected: Die ersten zwei Wochen in SF

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Protected: Erste Eindrücke: New York & San Francisco

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Apostrophen und Akzente

Besonders in der getippten Umgangssprache, und dabei vor allem in Chats und Kurzkonversationen, ist sie oft anzutreffen: Die Abkürzung von Wortteilen und ganzen Wörtern mit Hilfe des Auslassungszeichens (‘), dem “Apostrophen”. Es gibt viele verschiedene Regeln wann der Apostroph im Deutschen verwendet werden darf – muss – sollte – oder eben nicht sollte. Eigentlich will ich mich hier gar nicht darüber auslassen, dass der Apostroph letztlich häufig vollkommen falsch verwendet wird; es gibt eine Menge fieser Fallen, wie der falschen Verwendung beim Genitiv-S (Falsch aus dem Englischen übernommen: “Tina’s Blumenladen”, Richtig auf deutsch: “Tinas Blumenladen”), beim Fugen-S (Falsch: “Bahnhof’s Lokal”, Richtig: “Bahnhofslokal”) oder beim Plural-S (Falsch: “zwei Auto’s”, Richtig: “zwei Autos”). Wem das nicht klar ist, dem lege ich den Wikipedia-Artikel zur Apostrophitis ans Herz. Kurzum: Der Apostroph dient in der deutschen Sprache zur Kennzeichnung eines ausgelassenen Wortes oder Wortteils: Sehr einleuchtend bei “Wie geht’s?” oder “Hast du mal ‘nen Stift?” – und so weiter.

Also, abgesehen davon, dass man bei der Verwendung des Apostrophen viel falsch machen kann, wollte ich mich eigentlich über etwas anderes aufregen: Mir ist aufgefallen, dass viele Leute anstelle des Apostrophzeichens (zur Erinnerung: ‘) fälschlicherweise ein Akzentzeichen (also ` oder ´ – in der Fachsprache Gravis oder Akut) verwenden. Das heißt, selbst wenn der Apostroph an der Stelle korrekt verwendet werden würde, wäre ein Satz wie “Wie hast `n das geschafft?” eine ziemliche Beleidigung für die Augen. Die Akzentzeichen oben rechts auf der Tastatur, neben der Backspace-Taste, dienen zum “Erzeugen” von akzentuierten Buchstaben. Jeder kennt die französischen Buchstaben à oder é. Zu einem anderen Zweck dienen die Akzentzeichen eigentlich nicht. Vieles, was man “fälschlicherweise” mit der Akzenttaste kreiert, müsste eigentlich mit dem Apostrophen geschrieben werden. Der Apostroph ist auf der deutschen Standardtastatur links neben der großen ENTER-Taste, auf derselben Taste, auf der auch das Doppelkreuz (#) zu finden ist.

Hinzu kommt, dass die Verwendung der Akzent-Tasten auf Dauer recht anstrengend sein kann: Ein Standardwindows ist so eingerichtet, dass bei einem “Druck” auf die Akzenttaste erst einmal nichts geschieht. Windows wartet auf ein nachfolgendes Zeichen, und falls es sich um einen Vokal handelt, wird der Akzent auf diesen Selbstlaut angewendet (also e + ´ = é), falls kein Vokal kommt, wird das nachfolgende Zeichen hinter den Akzent gestellt. So entstehen also Akzent-Leerzeichen, Akzent-S und anderes Gewirr.

Die Moral von der Geschicht’ lautet also: Akzente nur auf Vokale setzen. Zum umgangssprachlichen Abkürzen von Wörtern oder Wortteilen, stets den Apostrophen benutzen. :-)

Find biggest files on your Linux or Mac OS

I was recently wondering why my system’s so totally overloaded – the filesystem on the machine was groaning under >80% of disk usage.

Sure, normally you know where your biggest files are located. Obviously /home/ is always a crowded place – but if you run MySQL for example, you should als have a closer look into /var.

Anyway, I was hacking together a bash one liner that looks for the biggest files on the system and shows them to me:

find / -type f -printf "%k %p" | sort -rn | head -n 500 > /tmp/biggestfiles

This tiny script looks for files (-type f) in / (so, everywhere, use with caution when you have lots of mounted disks), prints their size in KBytes and their name (%k %p), sorts that output (numerical, from big to small, -rn) and redirects the Top 500 files (head) to /tmp/biggestfiles – which is then a simple text file where you can start investigating. :-)

I use find 4.4.0 from GNU findutils.

Update: If you use a decently recent version of Mac OS, the same as above can be achieved by using the command:

find / -type f -print0 | xargs -0 stat -f '%z %N' |  sort -rn | head -n 500 > /tmp/biggestfiles

Have fun.

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